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In unsicheren Zeiten entscheidet nicht das beste Szenario

Klassische Planung arbeitet mit einem Set an Annahmen über die Zukunft. Szenarien akzeptieren, dass es mehrere plausible Versionen davon geben kann.
In einem volatilen Umfeld ist das keine theoretische Übung. Nachfrage, Verfügbarkeit, Technologie und geopolitische Entwicklungen verändern die Rahmenbedingungen laufend.
Szenarien helfen nicht dabei, die Zukunft vorherzusagen. Sie helfen, sich darauf vorzubereiten.
Der Unterschied entsteht dabei nicht im Rechnen, sondern im Umgang damit. Entscheidend ist, ob vorab klar ist, wie auf bestimmte Entwicklungen reagiert werden soll, und welche Alternativen dann tatsächlich zur Verfügung stehen.
Richtig eingesetzt werden Szenarien so zu einem Instrument für Handlungsfähigkeit. Nicht zur Beruhigung, nicht zur Absicherung, sondern zur Steuerung.
Ein Szenario, aus dem nichts folgt, ist eine Rechenübung.