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Die teuersten Entscheidungen sind selten die falschen

Die teuersten Entscheidungen in Unternehmen sind selten die falschen. Es sind die, die zu spät kommen.
In Steuerungsprozessen steckt viel Absicherung gegen Fehlentscheidungen: Gremien, Abstimmungsschleifen, Detailanalysen. Gegen langsame Entscheidungen gibt es dagegen erstaunlich wenig.
Dabei lässt sich eine falsche Entscheidung meist korrigieren, wenn man früh merkt, dass sie falsch war. Eine verpasste Entscheidung lässt sich selten nachholen, weil der Markt sich weiterbewegt hat und das Zeitfenster wieder zu ist.
Aus meiner Beraterzeit kommt mir ein CFO in den Sinn, der auf die finale, wasserdichte Analyse wartete, während ein Wettbewerber längst reagiert hatte. Die Zahl am Ende war korrekt. Genutzt hat sie ihm wenig.
Die Frage, ob die Zahl stimmt, ist wichtig. Die Frage, ob man rechtzeitig entscheidungsfähig ist, ist wichtiger.
Ein Szenario, das in zwei Tagen vorliegt und die Richtung trifft, schlägt die perfekte Analyse, die drei Wochen braucht. Trotzdem optimieren die meisten Steuerungsprozesse auf Genauigkeit.