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Was ein Billy-Regal mit einer Software-Einführung im Controlling zu tun hat

Ein leeres Büro mit einem teilweise aufgebauten Regal, davor liegt eine Aufbauanleitung auf einem Stuhl.

Was haben ein Billy-Regal und eine erfolgreiche Software-Einführung im Controlling gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten den IKEA-Effekt.

Dieser psychologische Kniff besagt, dass wir Dingen, die wir selbst aufgebaut haben, einen höheren Wert beimessen. Selbst wenn sie nicht perfekt sind. Wir haben Zeit und Mühe investiert, es ist unser Werk.

Genau das beobachte ich regelmäßig in Pilotprojekten. Wenn die Fachabteilung nicht ein fertiges Tool vorgesetzt bekommt, sondern die späteren Nutzer aktiv an ihrer eigenen Lösung mitarbeiten, verschiebt sich etwas. Aus passiven Anwendern werden Gestalter. Aus „dem neuen Tool“ wird „unser Modell, das wir für unsere Probleme gebaut haben“.

Vielleicht ist der größte Hebel für erfolgreiches Change Management also gar nicht das umfangreiche Pflichtenheft. Oder die mehrfach abgestimmte Präsentation. Sondern der Mut, dem Team einen Bausatz, die richtigen Werkzeuge und etwas Vertrauen zu geben.

Auch wenn am Ende vielleicht eine Schraube übrig bleibt.

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