Veröffentlicht am
Warum Pilotprojekte im Controlling immer wichtiger werden

Bei Software-Einführungen im Controlling, die mit umfassenden Prozessveränderungen einhergehen, sehe ich einen klaren Trend zu Pilotprojekten. Interessant ist die Begründung: Es geht selten darum, einfach ein neues Tool auszuprobieren. Es geht darum, eine komplexe Entscheidung abzusichern und den Wandel beherrschbar zu machen.
Drei Aspekte sind aus meiner Sicht entscheidend.
Verstehen statt darüber lesen. Gerade bei Methoden wie treiberbasierter Simulation erfahren die wichtigen Stakeholder im Piloten aus erster Hand, ob der Ansatz auf ihr eigenes Geschäftsmodell passt. Das ist Validierung in der Praxis, nicht auf Folien.
Empowerment der Fachabteilung. Die Beteiligten werden nicht nur geschult, sie sammeln Praxiserfahrung mit ihren eigenen Daten. Das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Team sein Modell später selbst weiterentwickelt, statt bei jeder Änderung anzuklopfen.
Change Management, das erlebbar ist. Ein Pilot zeigt am Prototypen, wie der neue Ansatz funktioniert. Das schafft mehr Akzeptanz als jede theoretische Präsentation.
Das Ergebnis nach wenigen Wochen ist meist eine direkt nutzbare Lösung, die den Großteil der Anforderungen abdeckt. Und ein Team, das nicht nur eine Software bedienen kann, sondern einen Denkansatz verinnerlicht hat.
Der eigentliche Wert eines Piloten liegt nicht im Ergebnis. Sondern darin, dass danach alle wissen, worüber sie reden.