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Der größte Irrtum in Projekten: Akzeptanz kommt, wenn das Konzept fertig ist

Der größte Irrtum in Projekten ist die Annahme, Akzeptanz komme, wenn das Konzept fertig ist. Ich erlebe das Gegenteil: Das Konzept ist fertig, und dann beginnt die eigentliche Arbeit.
Ein Beispiel ist die Einführung treiberbasierter Simulation in der Steuerung. Die Idee überzeugt schnell. Bis zur wirklichen Nutzung dauert es.
Der Grund: Treiberbasiert ist nicht nur ein Modell, sondern eine neue Art zu diskutieren. Welche Ursache treibt welche Wirkung? Wie sicher sind wir uns dabei? Wenn Teams das nicht früh an einem echten Modell erleben, bleibt Skepsis. Zu grob. Daten fehlen. So läuft das bei uns nicht.
Genau dafür sind Proofs of Concept da. Ein abgegrenztes Pilotmodell bringt die Realität früh auf den Tisch: Basisdaten sammeln und dabei Datenlücken sichtbar machen. Logik in Formeln übersetzen. Erste Durchläufe mit einfachen Werten. Sensitivitäten testen, also Annahmen hoch und runter bewegen und schauen, was passiert. Und dann iterativ präzisieren, bis das Modell einsatzfähig ist.
Der Effekt: Akzeptanz wächst, weil Widerstände nicht wegmoderiert, sondern in Lernschleifen aufgelöst werden.
Ein Konzept überzeugt den Kopf. Ein funktionierendes Modell überzeugt die Organisation.