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Controller-Rollen sind keine Fußnoten für den Jobtitel

Personen sitzen in Sesseln in einer Besprechung, überlagert von den Bezeichnungen Business Partner, Change Agent, Scorekeeper und Functional Expert.

Eine Studie des WHU Controller Panels zeigt schön, dass Controller heute situativ zwischen verschiedenen Perspektiven wechseln, abhängig von der Fragestellung. Die klare Trennung zwischen Reporting und Business Partnering verschwimmt.

Der eigentliche Unterschied liegt aber woanders. Nicht jede Rolle zielt auf dasselbe ab. Manche legen den Fokus darauf, Vergangenes zu erklären. Andere helfen dabei, Zukünftiges verständlich zu machen.

Entscheidend ist der Beitrag zur Entscheidungsqualität. Konkret: bessere Annahmen, sichtbarere Alternativen, robustere Entscheidungen. Besonders relevant wird Controlling dort, wo es um Optionen, Wirkung und Entscheidungen unter Unsicherheit geht. Nicht um Rechtfertigung.

Bezeichnungen wie Business Partner, Change Agent oder Decision Scientist verstehe ich deshalb nicht als neue Jobtitel, sondern als unterschiedliche Denkhaltungen. Welche Alternativen werden sichtbar? Welche Annahmen müssen wir hinterfragen? Welche Entscheidung wird dadurch robuster?

Am Ende geht es immer um dieselbe Frage: Wie gut unterstützt Controlling das Business beim Nachdenken über Alternativen?

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