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Der halbe Treiberbaum ist fertig. Dann fragt jemand: Ist das überhaupt ein Treiber?

Der halbe Treiberbaum ist schon fertig, sauber ans Whiteboard gemalt. Dann fragt jemand: Ist das überhaupt ein Treiber?
Diese Situation habe ich oft erlebt. Das Team ist motiviert, das Geschäftsverständnis ist da, und trotzdem stockt es. Meistens, weil ein paar Themen zu spät behandelt werden. Drei Fragen helfen, bevor es ans Malen geht.
Wo fangen wir an? Viele starten bei den Top-KPIs, weil die schon existieren. Wir empfehlen, bei der aktuell wichtigsten Steuerungsfrage anzufangen: Welche Entscheidung wollen wir verbessern? Was fragt das Management am häufigsten nach?
Wie tief gehen wir? Bis zu der Detailebene, die noch bei einer Entscheidung oder einer Ursachenanalyse hilft. Darunter wird das Modell nur unnötig komplex. 200 GuV-Positionen sind zu viel, und mehr als zwei bis vier Ebenen pro Zusatzdimension sollten es auch nicht sein.
Was ist ein echter Treiber? Ein Treiber ist eine Einflussgröße im Modell. Sie ist nicht nur messbar, sondern am besten beeinflussbar, und sie hat eine relevante Wirkung auf wesentliche Kennzahlen des Geschäftsmodells. Ganz wichtig: Eine Kennzahl oder eine GuV-Position ist kein Treiber.
Wer das vermischt, baut sich einen Management-Bericht in Baumform. Das Whiteboard-Foto sieht dann schön aus. Gesteuert wird damit noch lange nicht.