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Business Partnering ist kein Helpdesk für Planungsmasken

Eine Person sitzt auf einer Außentreppe aus Metall über der Stadt und liest eine Fachzeitschrift.

Das klingt zunächst überspitzt. Doch wenn ich sehe, wie viel Zeit darauf verwendet wird, Teilbudgets zu koordinieren, Abweichungen zu erklären und Forecasts zu konsolidieren, und wie wenig auf die Frage, welche Optionen es gibt und was sie bewirken, dann ist es keine Übertreibung.

Was Steuerungsrunden brauchen, ist Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit. Genau da wird Business Partnering konkret. Controlling wird zum Sparringspartner, wenn es für jede wichtige Fragestellung zeigen kann: Welche Treiber bewegen das Ergebnis? Wie sensitiv sind wir bei Preis, Mix, Kapazität, Material? Welche Maßnahmen greifen wann, und was kosten sie?

Das Werkzeug dafür ist Simulation. Nicht als aufwändiges Modellbauprojekt, sondern als Entscheidungsformat: ein fokussierter Treiberbaum, klare Maßnahmenlogik und Szenarien statt Punktwerte. Mehr braucht es nicht, solange die Ergebnisse schnell genug vorliegen, um in der Management-Runde direkt zu reagieren.

Ein Beispiel: Der neue, von extern gekommene CFO eines Kunden wollte sich schnell einen Überblick über das Geschäftsmodell verschaffen. Er hat ein Treibermodell bekommen und mit Schiebereglern gearbeitet. Was passiert bei verändertem Produktmix, bei steigenden Materialkosten, bei Kapazitätsengpässen? Die Ergebnisse hat er direkt mit den Verantwortlichen besprochen.

Das ging schneller als jeder Deep Dive in die Berichtsmappen und hat sofort klare Prioritäten gezeigt.

Wenn Controlling Richtung Business Partnering weiterentwickelt werden soll, muss die Methodik Schritt halten.

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