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Viele Werttreibermodelle scheitern schon im Design

Ein komplexes Flussdiagramm mit vielen verbundenen Kästchen in Blau, Rot und Grün als Darstellung eines Treibermodells.

In unseren Projekten erleben wir das häufig: Unternehmen kommen mit einer sehr konkreten Vorstellung vom fertigen Modell ins Kick-off. Folien sind vorbereitet, teilweise liegen funktionierende Excel-Modelle auf dem Tisch. Die Erwartung lautet: einmal technisch umsetzen bitte.

Dieser Ansatz führt in der Praxis oft zu Modellen, die beeindruckend aussehen, aber im Alltag nicht halten, was sie versprechen. Sie werden unnötig komplex, schwer nachvollziehbar, und verlieren aus dem Blick, worum es eigentlich geht: bessere Entscheidungen.

Ein gutes Werttreibermodell entsteht nicht dadurch, dass man bestehende Strukturen abbildet, sondern indem man es vom Ziel her denkt.

Der richtige Startpunkt sind immer die zentralen Steuerungsfragen. Welche Entscheidungen sollen mit dem Modell besser getroffen werden? Welche Hypothesen soll es überprüfen können?

Erst dann folgen die Auswahl der relevanten Kennzahlen, die Diskussion der Werttreiber und schließlich die Frage nach den Daten: Welche brauchen wir, und in welcher Granularität sind sie sinnvoll und verfügbar?

Das Ergebnis ist ein Modell, das flexibel bleibt und im Alltag genutzt wird, statt in einer Schublade zu landen.

Die Reihenfolge entscheidet. Ein Modell, das mit den verfügbaren Daten beginnt, beantwortet am Ende die Fragen, die die Daten zulassen. Nicht die, die das Management stellt.

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