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Viele Unternehmen planen viel. Gesteuert wird trotzdem zu wenig

Unternehmenssteuerung soll Entscheidungen unter Unsicherheit ermöglichen: verstehen, wo man steht, was sich verändert hat und was daraus folgt.
Planung, Budgets und Forecasts liefern dafür Struktur, Orientierung und Transparenz. Sie sind unverzichtbar. Aber sie beantworten die entscheidende Frage nicht: Was bedeutet das konkret für unsere Prioritäten?
In stabileren Umfeldern reicht es häufig, Abweichungen zu erklären und nachzuhalten. Wenn sich Annahmen laufend ändern, verliert diese Vorgehensweise an Wirkung. Nicht, weil Planung falsch wäre, sondern weil sie allein nicht ausreicht.
Steuerung verschiebt sich dann weg von der Frage, ob man noch im Plan liegt, hin zu einer anderen: Was hat jetzt Vorrang, und was bewusst nicht?
Viele Organisationen haben Prioritäten. Steuerungsfähig werden sie erst, wenn diese Prioritäten explizit gemacht werden und klar ist, unter welchen veränderten Annahmen sie angepasst werden dürfen.
Genau dort entsteht Handlungsfähigkeit, auch bei eingeschränkter Sicht.