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Forward Accounting: Wenn Planung die Logik der Buchhaltung übernimmt

Wenn Controlling in der Planung die Logik der Buchhaltung übernimmt, entsteht eine saubere und detaillierte Plan-GuV für kommende Geschäftsjahre. Aber keine echte Steuerung.
Diesen Effekt habe ich früher als Berater häufig gesehen. Mein damaliger Chef hatte dafür eine treffende Bezeichnung: Forward Accounting.
Wie sieht das konkret aus? Die Planung folgt Konten statt Treibern. Detailgrad wird mit Qualität verwechselt. Reportinglogik überlagert Steuerungsfragen. Und Planung wird zur Kontrolle statt zur Orientierung.
Forward Accounting ist oft der Versuch, Planung prüfbar zu machen, damit man später jede Abweichung erklären kann. Genau damit verfehlt Planung ihren Kern: Koordination und Priorisierung unter Unsicherheit.
Erklärbarkeit ist nicht dasselbe wie Steuerungsfähigkeit.
Gute Planung operationalisiert Strategie. Sie allokiert Ressourcen, macht Zielkonflikte sichtbar, bewertet Handlungsoptionen und sichert Anpassungsfähigkeit.
Wenn Planung Zukunft gestalten soll, muss sie weg von Konten und hin zu Treibern und Handlungsoptionen. Gerade dann, wenn die Welt immer weniger planbar ist.