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Gen AI fühlt sich nicht wie ein neues Thema an, sondern wie ein Spiegel

Eine Person sitzt an einem sonnigen Wintertag auf einer Steinbank in einem Park und schaut auf ihr Smartphone.

Im Studium haben unsere Professoren oft gesagt: Ihr müsst euch darauf einstellen, euer ganzes Berufsleben weiter zu lernen. Damals klang das sinnvoll, aber auch ein bisschen abstrakt. Man lernt im Job neue Rollen und neue Prozesse, das gehört dazu.

Was gerade durch Gen AI passiert, fühlt sich anders an. Nicht wie ein neues Thema, das man irgendwann beherrscht. Eher wie ein permanenter Spiegel für die eigene Arbeitsweise.

Ich merke das immer wieder. Ein Ergebnis klingt plausibel, aber die Annahme dahinter ist schwach. Ein Arbeitsschritt lässt sich automatisieren, doch die Verantwortung dafür bleibt bei mir.

Genau das macht Lernen gerade anspruchsvoll. Es geht nicht nur darum, neue Werkzeuge zu bedienen, sondern darum, das eigene Urteilsvermögen weiterzuentwickeln.

Vielleicht beginnt lebenslanges Lernen genau dort. Nicht beim nächsten Zertifikat, sondern bei der Bereitschaft, die eigenen Routinen jeden Tag zu hinterfragen.

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