Veröffentlicht am

Später Freitagnachmittag, der Forecast ist fertig, dann kommen neue Zölle

Später Freitagnachmittag. Der Forecast ist gerade abgeschlossen. Dann kündigt jemand neue Zölle an.

Das ist kein neues Phänomen. Corona hat Lieferketten über Nacht verändert. Der Ukrainekrieg hat Energiemärkte neu kalibriert. Eskalationen im Nahen Osten bewegen Rohstoffpreise, bevor am Montag irgendjemand wieder erreichbar ist.

Das Muster ist jeweils ähnlich. Die Ereignisse treffen zur Unzeit. Finanzielle Steuerungsprozesse folgen dem Kalender, und die Welt draußen hält sich nicht daran.

Was folgt, ist meistens dasselbe. Hektische Abstimmungen. Szenarien, die nachgebaut werden, wenn Entscheidungen eigentlich schon getroffen sein sollten.

Dabei geht es nicht darum, ob sich Auswirkungen quantifizieren lassen. Die interessantere Frage ist: Was kostet eine zu späte Antwort?

Seltsam, dass sie so selten gestellt wird.

Original auf LinkedIn ansehen