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Sind Planung, Forecast und Report eigentlich Produkte?

Product-Market Fit ist kein einmal erreichter Meilenstein. Er ist ein fortlaufender Prozess aus Zuhören, Lernen und Anpassen an Bedürfnisse, die sich ohnehin ständig verändern. Der Weg dorthin ist selten eine gerade Linie, und am aussagekräftigsten ist meist das negative Feedback.
Richtig sichtbar wird der Fit erst, wenn ein klares Wertversprechen auf ein wirklich verstandenes Problem trifft und die Zielgruppe den Nutzen so deutlich erkennt, dass sie aktiv nachfragt.
Das führt zu einer Frage, die mich zuletzt beschäftigt hat: Wie sehr betrachten wir im Controlling unsere eigenen Leistungen eigentlich als Produkte? Planungen, Forecasts, Reports, Analysen. Wie konsequent richten wir sie am Fit mit den internen Kunden aus?
Der Vergleich ist unbequem, aber nützlich. Ein Report, den niemand nutzt, hat keinen Product-Market Fit. Ein Forecast, der eine Frage beantwortet, die keiner gestellt hat, auch nicht. Und ein Planungsprozess, den die Fachbereiche als Pflichtübung erleben, hat ein Akzeptanzproblem, das sich nicht durch mehr Detailtiefe lösen lässt.
Nur intensiv genutzte Informationen entfalten Wirkung. Das ist der Unterschied zwischen einer Leistung, die erbracht wird, und einer, die ankommt.
Vielleicht wäre die nützlichste Frage in der nächsten Planungsrunde nicht, ob die Zahlen stimmen. Sondern wer sie eigentlich braucht.