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Strategie, operative Planung und Risikomanagement als getrennte Welten

Strategie, operative Planung und Risikomanagement agieren in vielen Unternehmen wie getrennte Welten. Diese Frage hat mich zuletzt beschäftigt, weil das Muster so regelmäßig auftritt.
Die Strategieabteilung entwirft Ziele, die im operativen Controlling kaum ankommen. Das Risikomanagement identifiziert Bedrohungen, die in der Budgetierung unberücksichtigt bleiben. Das Ergebnis sind unverbundene Teilpläne, Zielkonflikte und eine gefährliche Risikoblindheit.
In einer von Unsicherheit geprägten Umgebung ist eine integrierte Sicht keine Kür mehr. Erst wenn diese drei Elemente systematisch verzahnt sind, entsteht ein belastbares Fundament für unternehmerische Entscheidungen.
Genau darüber haben Robert Rieg, Steffen Sindl und ich für das Controller Magazin geschrieben. Ein Hebel, den wir dort beschreiben, wirkt sofort: in Szenarien und Bandbreiten denken statt in starren Einwertplänen.
Das verändert die Qualität der strategischen Diskussion spürbar, weil es die Auseinandersetzung mit Unsicherheit erzwingt, anstatt sie auszublenden.
Die drei Disziplinen arbeiten selten deshalb getrennt, weil niemand die Verbindung sehen würde. Sondern weil jede mit einer anderen Sprache über dieselbe Zukunft spricht.