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Der Engpass liegt nicht beim Modellieren, sondern bei der Validierung

Meine letzten drei Kundengespräche zeigen: Der Engpass liegt nicht beim Modellieren. Am meisten Zeit kostet die Validierung.
Das hat mich nicht überrascht. Unsere Erfahrung in fast allen Projekten der letzten Jahre zeigt: Der Aufbau eines Treibermodells ist machbar. Richtig aufwändig wird es dort, wo Annahmen geprüft und Szenarien in Summe plausibilisiert werden müssen.
Genau da wird auch die KI-Frage interessant. Viele wünschen sich Unterstützung. Aber gerade den letzten Prüfschritt wollen sie ungern abgeben.
Der Grund ist aus meiner Sicht einfach: An der Validierung hängt Verantwortung. Wer ein Simulationsergebnis vor der Geschäftsleitung vertritt, braucht die Story hinter der Zahl. Nachvollziehbare Annahmen und eine erklärbare Logik.
Das passt auch zu dem, was man im Markt sieht. KI in Finance hilft heute oft bei Wissensarbeit, Automatisierung und Anomalieerkennung. Urteilsleistung ist ein anderes Level.
Rechnen kann man delegieren. Das Verteidigen von Ergebnissen nicht.